[Video] Dell XPS 13 – Dells erstes Ultrabook
1Besser spät als nie musste sich Dell gedacht haben. Nachdem bereits Acer, Asus, HP, Samsung und Toshiba ihre ersten Ultrabooks
auf den Markt gebracht haben, legt nun auch Dell nach. Eins gleich vorweg, die Wartezeit hat sich gelohnt.
Dell setzt beim XPS 13 auf sehr hochwertige Materialen. Der Displaydeckel ist mit einer Aluminiumoberfläche geschützt, für die Unterseite wurde Kohlefaser verwendet. Im Bereich der Handballenablage wird eine Magnesiummischung verwendet, das Display selbst ist mit einem Gorilla Glas geschützt. Einen ersten Eindruck könnt ihr aus dem Video entnehmen.
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Dell hat beim XPS 13 – was die Verarbeitung angeht – einen ausgezeichneten Job gemacht. Eine solche Präzisionsarbeit wie beim XPS 13 findet man ansonsten nur bei Apple Geräten. Es knackt nichts, alles sitzt fest und hinterlässt einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. Beim Display wurde ein langes Scharnier verwendet, welches sich fast über die komplette Länge hinzieht und das Display sehr gut im Griff hält. Allerdings sind dadurch auch beide Hände zum aufklappen nötig.
Zum öffnen des XPS 13 – um z.B. das Ultrabook zu reinigen – müssen auf der Unterseite insgesamt 10 Torx-Schrauben entfernt werden. Leider lässt sich der RAM nicht tauschen, da dieser fest verlötet wurde.
Mit seinen gerade mal 1,4 kg liegt das Dell XPS 13 besonders gut auf dem Schoß, durch die Kohlefaser auf der Unterseite wird die Wärme gut verteilt, was dafür sorgt, dass das Gerät auf der Unterseite nur minimal warm wird.

Display
Das Display ist wie bereits weiter oben erwähnt durch ein Gorilla Glas geschützt, welches Kratzer verhindern soll. Leider ist es extrem spiegelnd – was zwar wunderbar zum Design passt – allerdings zieht es Fingerabdrücke magisch an. Die Auflösung des Displays beträgt 1366×768.
Tastatur & Touchpad
Dell setzt beim XPS 13, wie auch schon beim Dell XPS 15z auf eine beleuchtete Chiclet Tastatur. Diese verfügt über einen weichen Druckpunkt, welcher sehr angenehm beim Schreiben ist. Die Beleuchtung lässt sich stufenweise regulieren. Im Dunklen reichte mir persönlich allerdings schon die kleinste Stufe aus.
Das Touchpad besteht aus einer Oberfläche und reagiert sehr gut. Im unteren Bereich befinden sich die Tasten für Rechts- und Linksklick. Wirklich gut reagierte das Touchpad allerdings erst nach Aktualisierung des Treibers, vorher sprang der Mauszeiger oft oder reagierte nicht.

Akku
Ein Merkmal der neuen Ultrabooks ist ja die lange Akkulaufzeit. Im XPS 13 steckt ein festverbauter 6-Zellen Akku. Dell selbst gibt in etwa 8 Stunden und 50 Minuten an, natürlich mit viel wenn und aber, versteckt im Kleingedruckten. Grundsätzlich ist es bekanntlich schwierig etwas über den Akkuverbrauch zu sagen, da jeder das Gerät anders nutzt. Ich selbst habe das Dell XPS 13 ganz normal im Alltag verwendet und kam auf gut 7 Stunden. Dabei habe ich das XPS angefangen bei der Nutzung für Office, für Bildbearbeitung, surfen und Musik- und Videowiedergabe genutzt.
Konnektivität
Das Dell XPS 13
bringt Unterstützung für W-LAN a/b/g/n im Dual-Band und Bluetooth 3.0 mit. Keine großen Überraschungen gibt es bei den Anschlüssen. Das XPS 13 bietet zwei USB-Anschlüsse, einen USB 3.0, einen USB 2.0, einen 3,5 mm Klinkenstecker für Headsets, sowie einen Minidisplay-Port. Ein Ethernet-Anschluss und ein SD-Kartenleser fehlen leider. Gerade einen SD-Kartenleser finde ich bei Ultrabooks, welche ja mit einer langen Laufzeit werben und sich damit für Unterwegs hervorragend eignen sehr wichtig. Um so verwunderlicher ist es, dass Dell hier spart.

Mehrere Modelle – Die Quahl der Wahl
Dell bietet das XPS 13 in verschiedenen Konfigurationen an. Das kleinste Modell bietet mit einem Intel Core i5 Prozessor, mit 1,6 GHz, 4 GB Ram und einer 128 GB SSD bereits reichlich Power.
Das Spitzenmodell, welches Dell mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, besitzt einen Intel Core i7 Prozessor, welcher mit 1,7 GHz taktet, ebenfalls 4 GB Ram und mit einer 256 GB SSD ordentlich Platz.

Lieferumfang
Neben dem XPS 13 ist der restliche Lieferumfang recht übersichtlich. Neben einem Netzstecker befindet sich im Karton eine Treiber-CD (selbstverständlich sind sämtliche Treiber auch auf der Dell-Seite verfügbar) und diverse Begleitunterlagen.
Als Betriebssystem setzt Dell auf Windows 7 Home Premium in der 64-Bit Variante. Erfreulicherweise verzichtet Dell auf viele zusätzliche Programme. Neben Dell eigenen Programme, wie z.B. Dells DataSafe – mit dem Backups erstellt und der Auslieferungszustand wiederhergestellt werden kann – ist u.a. auch die McAfee Suite installiert. Diese habe ich allerdings nach wenigen Minuten direkt deinstalliert, da die penetrante Aufforderung zur Produktaktivierung einfach zu viel war.
Technische Details
Prozessor: Intel Core i7-2637M, 1,7 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GB DDR3 RAM
Festplatte: 256 GB SSD
Display: 13,3“, Auflösung: 1366 x 768 Pixel
Grafik: Intel HD 3000
Anschlüsse & Konnektivität: 802.11b/g/n, Bluetooth 3.0, Minidisplay-Port, 3,5 mm Klinkenstecker (Headset), 1 x USB 3.0, 1 x USB 2.0
Webcam: 1,3 MP + Mikrofon
Abmessungen & Gewicht: 6-18 mm × 316 mm × 205 mm, 1,36 kg
Benchmarks
Da es ja den ein oder anderen gibt, den die nackten Zahlen interessieren, findet ihr folgend noch die Benchmarks zu HDTune, 3DMark Vantage und Cinebench.
Fazit
Dell macht mit seinem ersten Ultrabook vieles richtig und wenig falsch. An der Verarbeitung und Auswahl der verwendeten Materialien gibt es absolut nichts zu meckern. Dell zieht in diesem Punkt mit Apple definitiv gleich.
Kann man über den Ethernet-Anschluss noch hinweg sehen, ist der fehlende SD-Kartenleser schon ein wenig ärgerlich. Ansonsten kann man mit dem Dell XPS 13
wenig falsch machen.
Natürlich lässt sich Dell die Materialien und die präzise Verarbeitung auch etwas kosten. Angefangen mit 1300 Euro beim kleinsten Modell mit einem Intel Core i5, 4 GB Ram und einer 128 GB SSD, geht es bis zu 1500 Euro, für das mir zur Verfügung gestellten Spitzenmodell. Mit der Zeit, sobald das Angebot größer wird, dürften die Preise für Ultrabooks allerdings fallen.
Fotostrecke

Sieht ja nach nem schicken Gerät aus, aber schon interessant das mittlerweile einige Hersteller das Design der MacBook Air “kopieren”.